Der Wenzelsplatz in Prag
Geschäftsboulvard mit großer Geschichte
Direkt gegenüber der astronomischen Uhr beginnt auf dem Altstädter Ring die Zeleznà-Gasse, die an dem Karolinum vorbei führt, wo Karl IV. 1348 die erste Universität in Mitteleuropa gründete.
Sehenswert ist der heute noch erhaltene gotische Prunkerker aus dem Jahre 1383. Direkt daneben steht das Ständetheater, wo im Jahre 1787 die Uraufführung von Mozarts "Don Giovanni" stattfand. Geht man ein paar Schritte weiter überquert man die "Na Prikopé", die Strasse "Am Wallgraben", die die Altstadt von der Neustadt trennt. An dieser Stelle verlief früher auch die Befestigungsmauer um die Altstadt.
Hotels, Discos, Verwaltungsgebäude, Warenhäuser und einige schöne Jugendstilhäuser wie z.B. das Hotel Europa prägen das Bild. Das südliche Ende des Platzes bildet das 1890 erbaute und mit einer Glaskuppel versehene Nationalmuseum. Unmittelbar davor steht eine imposante Reiterstatue, das Wenzelsdenkmal. An dieser Stelle befinden sich auch Gedenktafeln an Jan Palach und Jan Zajic, die sich 1969 aus Protest gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes selbst verbrannten. Auch während des Prager Frühlings 1989 versammelten sich hier hunderttausende von Menschen. Nicht weit vom Nationalmuseum befindet sich die Staatsoper, in der man einen unvergesslichen Opernabend verbringen kann.
Der Wenzelsplatz in der Mitte von Prag hat seinen Namen seit 1848, benannt nach dem Heiligen Wenzel. Im Mittelalter und der Neuzeit bildete er als Rossmarkt den Mittelpunkt der Prager Neustadt. Mit seiner Länge über 700 Meter gehört er zu den größten Plätzen in Europa.
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