02.12.2002

Aruba und die ABC-Inseln

Windmühlen im Paradies

ABC-Inseln
Zusammen mit Bonaire und Curaçao gehört Aruba zu den sogenannten ABC-Inseln. Das Fleckchen in der Karibik ist etwa 30 Kilometer lang und an seiner breitesten Stellen neun Kilometer breit. Hier scheint sich jedes Klischee zu bestätigen: Weisser Sandstrand, türkisfarbenes Meer, Kokospalmen. Wer sich aber länger auf Aruba aufhält, merkt schnell, dass es sich um ein Paradies mit Ecken und Kanten handelt. Und gerade das macht die Insel so sympathisch. Sie ist - trotz des Tourismus - natürlich geblieben. Die dem Wind zugewandte Seite Arubas ist das charmante Raubein der Insel. Hier im Norden schlagen gewaltige Wellen gegen die Klippen, lassen bogenförmige Brücken aus Korallen und tiefe, versteckt liegende, Kalksteinhöhlen entstehen.

 

Im Inselinneren findet sich sogar eine Wüste mit Kakteen und bizarren Felsformationen. Lange bevor die ersten Europäer auch dieses Paradies eroberten, kamen Caiquetio-Indianer vom südamerikanischen Festland herüber. Ihre Wandmalereien kann man in den Kalksteinhöhlen von Fontein sowie bei den grossen Felsformationen von Ayo und Arikok bewundern. Der Weg dorthin ist jedoch ein wenig beschwerlich, Wagen mit Allradantrieb sind ratsam. Aber keine Angst: Verirren kann man sich so gut wie nicht. Die markanten Divi-Divi-Bäume, welche überall zu finden sind, geben einen wunderbaren Kompass ab. Durch die konstanten Passatwinde zeigen die Stämme und das Geäst stets in Richtung Südwesten - dahin, wo die Touristen-Resorts liegen.

 

Kein Aruba-Trip ist komplett ohne den Besuch der Hauptstadt Oranjestad, Dreh- und Angelpunkt des Insellebens. Spätestens hier spüren Besucher den Einfluss der Holländer, die die Karibikinsel seinerzeit kolonialisierten: Reich verzierte Giebelhäuser in allen erdenklichen Pastelltönen zieren die Strassen, Holzschuhe werden zum Verkauf angeboten, sogar eine Windmühle ist zu sehen - sie wurde stückweise aus Holland importiert und beherbergt heute ein Restaurant. In Oranjestad steht auch das älteste Gebäude der Insel, Fort Zoutman. Jede Woche findet hier das Bonbini-Festival statt, ein Markt mit Kunsthandwerk, Folkloretänzen und kulinarischen Spezialitäten.

 

Tauchen auf de ABC-Inseln
Tauchen ist auf Aruba beinahe Pflicht. An guten Tagen liegt die Sichtweite bei 35 Metern. Optimale Bedingungen, um sich unter Wasser einmal umzuschauen. Und es gibt einiges zu sehen: Meeresschildkröten, Stachelrochen, sogar den seltenen Frogfish.

 

Besonders populär ist das so genannte Drift Diving. Dabei lassen sich die Taucher einfach von der Strömung mitführen. Für Gäste ohne Tauchschein gibt es Alternativen für die Expedition unter Wasser: Das Glasbodenschiff oder ein U-Boot.

 

Letzte Änderung: 02.12.2002
Medien (diese Seite): lee
Autor: haes

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