30.10.2003
Zufluchtsort der Karett-Schildkröte
Anschauen, aber bitte nicht berühren
Bewaffnet mit Fernglas, Regencape und festen Schuhen starten Sie frühmorgens mit einem Boot. Fast lautlos gleiten Sie auf Flussbändern, Lagunen und künstlichen Kanälen durch Mangrovendickicht, Galeriewälder und Yolillopalmen dahin, vorbei an Urwaldriesen auf denen Affenhorden genächtigt haben.Unzählige Vogenarten wie Papageien, Tukane, Reiher bevölkern die Luft. Nach einer Gewöhnungsphase erkennen Sie Faultiere und gutgetarnte Leguane auf den Ästen. Plötzlich ein schelmischer Ruf "troncos"(Baumstämme), aber das geübte Auge des Führers hat sofort erkannt, dass es diesmal Krokodile sind, die sofort abtauchen wenn man zu nahe kommt.
Später beim Marsch durch den Primärregenwald kommen Sie den Tieren viel näher. Frösche, Schlangen, Schmetterlinge kreuzen den Weg und ein Blick unter das richtige Blatt zeigt eine Fledermausfamilie eng aneinandergekuschelt den Tag verschlafend. Die Devise lautet grundsätzlich: ANSCHAUEN, ABER NICHT BERÜHREN!
Der Strand ist die Domäne der verschiedensten Schildkröten. Zwischen Juli und Oktober ist hier die vom Aussterben bedrohte Karrett-Schildkröte bei der Eiablage anzutreffen - gut bewacht von Parkrangers. So kann es regnen und regnen und sie merken es nicht. Die Einblicke in die Natur sind so vielfältig, die Luft so frisch, die Farbe so satt und das Wasser begegnet immer wieder als Grundlage dieser Schöpfung.
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