16.11.2009

Frankreich: Vive la Champagne - Eine Rundreise (III)

Die große Kunst der Champagner-Herstellung

Unweit von Urville findet sich schließlich Bar-sur-Aube. Ein pittoresker Flecken, das sich besonders schön von oben erschließt: Der Hügel Saint-Germaine bietet einen wundervollen Blick auf das Städtchen mit der mittelalterlichen Atmosphäre.

 

Frankreich Champagne Chateau

 

Mit üppigem Schnitzwerk verzierte Fachwerkhäuser, aber auch massive Gebäude aus Stein und ein ganzes Netz von unterirdischen Gängen und Weinkellern lassen erahnen, dass der Ort im Mittelalter unter den Grafen der Champagne seine Blütezeit erlebte. Zu dem reichen Erbe gehört auch die eindrucksvolle Kirche Saint-Pierre und der Glockenturm des ehemaligen Schlosses aus dem 12. Jahrhundert.

 

Die Aube: Rückkehr garantiert
Von Bar-sur-Aube führt der Weg zurück in den Süden durch malerische Gemeinden, in denen eine Vielzahl kleinerer und größerer Winzer zur Kellerbesichtigung und Verkostung einladen. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Ausblick auf grüne Hügel, Kornfelder und Weinberge bis man schließlich wieder das Tal der Seine erreicht. In Bar-sur-Seine lassen sich entlang der Hauptstraße wundervolle Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert bewundern. Bemerkenswert ist vor allem die Kirche Saint-Étienne, die sich durch eine originelle Mixtur verschiedener Stile auszeichnet. Auf dem Weg zurück nach Les Riceys lohnt ein Abstecher nach Celles-sur-Ource, um die Gemeinde mit den meisten Winzern kennen zu lernen.

 

trauben reben champagne weinberg

 

Mehrere Millionen Flaschen Perlwein schlummern unter den wenigen Steinhäusern, denn 45 der rund 500 Einwohner verstehen die große Kunst der Champagner-Herstellung. Darunter die Familie von Marcel Vézien, die das einzige Champagnergut führt, dass außerhalb von Les Riceys den begehrten Rosé erzeugen darf: Der Besitz eines Weinberges in der Gemarkung von Les Riceys macht es möglich. Zu besichtigen sind bei Vézien nicht nur alte Kellergewölbe, sondern auch eine traditionelle Horizontalpresse, die auf einen Schlag 4.000 Kilogramm Trauben fasst und noch heute benutzt wird, um den Wein der Könige und den König der Weine herzustellen.

Den schönsten Eindruck der Aube erhält man vielleicht auf den Hügeln am Rand von Les Riceys. Dort, wo die Reise begann, macht die wunderbare Aussicht auf die originelle Architektur der drei Marktflecken und auf die Weinberge und Hügel der Aube die Schönheit der Region besonders deutlich. Ein Panorama, das Sehnsüchte weckt und den festen Willen keimen lässt, bestimmt hierher zurück zu kommen - und das nicht nur wegen des einzigartigen Getränks.

 

Letzte Änderung: 16.11.2009
Medien (diese Seite): mela
Autor: mela

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