Camel-Team in Delhi
Heilige Kühe & Freche Kamele
Billa, ein 24-jähriger Punjabi, ist da keine Ausnahme. Doch ER hat das Taxifahren gelernt und einen regulären Führerschein gemacht. DAS allerdings ist eine Ausnahme in Indien! Auf den Strassen herrscht Chaos. Wer Platz braucht, muss ihn sich schaffen oder die Lücken nutzen zwischen all den Taxen, Rikschas, Fahrradfahrern, Menschen und Kühen. DIE dürfen hier nämlich machen, was sie wollen: Schliesslich sind sie ja heilig! "This is India. It's just crazy!", lacht Billa. Der Grossteil des Lebens spielt sich in Delhi auf der Strasse ab. Menschen essen, verkaufen Handgemachtes, Textilien und Getränke oder spielen im Schatten Karten. Gnadenlose Hitze treibt jedermann Schweißperlen auf die Stirn.
An einem Sommertag nähert sich das Thermometer nicht selten der 50-Grad-Celsius-Marke. Gott sei Dank hat Billas Auto eine Klimaanlage, sonst würden wir zerschmelzen - obwohl wir uns schon die typisch indische, luftige Traditionskleidung zugelegt haben, die sogenannte Gurta Pajama.
In Pushkar kennt Billa einen Kamelbesitzer und arrangiert uns einen kleinen Ausritt. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir draussen auf den Sanddünen. Die drei Corleones sehen nicht besonders geübt auf den Kamelen aus - Christian hat sein Kamel "Johnny" überhaupt nicht im Griff: Alle paar Meter bleibt Johnny einfach stehen, um von den umherstehenden Büschen und Bäumen zu naschen. Christophs "Diamond" ist zwar weniger verfressen, jedoch schüttelt er seinen Reiter so kräftig durch, dass er um ein Haar vom Höcker fällt. Schliesslich will Arnes Kamel bei einer Pause auf den Dünen Reissaus nehmen, allerdings kann Arne noch rechtzeitig die Zügel packen und den frechen "Kobra" an der Flucht hindern. Billa lacht uns erst mal heftig aus, bevor wir ins Hotel fahren und bei einem feurigen Chicken Tandoori unsere Erlebnisse auf Indiens Strassen und Kamelen noch einmal Revue passieren lassen.
Urlaub wie Sie ihn planen