22.05.2003

Auf der Insel Le Bréhat

Besuch bei Freunden

Ferienhaus auf Insel Le Bréhat in der Bretagne
Die Gäste von Nicolas und Agathe sind keine Touristen im üblichen Sinne, sie gehören zur Familie. Und so erleben und lernen sie alles, was zum bretonischen Alltag gehört. Während die Sonne grosszügige Bilder auf Stuhllehnen und Wände im Garten malt, Nicolas Cornelius indess vom Licht schwärmt, dass für ihn als Maler immer ein Geschenk sei, bereitet die Frau ein landestypisches Gericht in der Küche zu. Hierher, ins Ferienhaus, kommen beide, um abzuschalten, oder um Gäste willkommen zu heissen. Hier geniessen sie die Ruhe und die Einsamkeit und das Licht.

 

Wenn Nicolas aus dem Fenster schaut, kann er über die grosse Wiese hinunter den Felsen aus rosa Granit sehen. Dahinter schlägt der Atlantik seine blauen Wellen, arbeitet sich an unzähligen winzigen Fels- Eilanden ab. Le Bréhat, ein Archipel von 96 Felsmonumenten an der bretonischen Côte d'Armor, nördlich von Paimpol, nur zehn Minuten Fahrtzeit mit der Fähre von l'Arcouest. Das Meer bietet nicht nur für den Maler interessante Blickfänge. Es ist eine regelrechte Vorratskammer.

 

Muscheln und Schalentiere sind Spezialitäten der Küstenregion, erklärt Agathe. Miesmuscheln, in deren schwarz grauer Schale sich ein köstlicher Inhalt versteckt, werden zum Aperitif gereicht. Für die Platte mit Meeresfrüchten wählte die Köchin eine sorgfältig ausgesuchte und zubereitete Mischung aus Muscheln und Schalentieren aus, die sie künstlerisch auf einer Lage Algen angerichtet hat. Nun kann sich jeder heraussuchen, worauf er gerade Lust hat.

 

Hausherr mit Langusten in der Bretagne
Wie ein Folterwerkzeug erscheinen Zange und Gabel, die neben der appetitlich angerichteten Meeresplatte auf dem Tisch liegen. Das Ehepaar lacht, und zeigt gekonnt wie beim Hummer zuerst der Schwanz vorsichtig herausgedreht wird. Geschickt löst Agathe die Scheren mit den Gelenken vom Brustpanzer. Jetzt drückt sie den Panzer an mehreren Stellen zusammen bis er bricht...

 

Ein gelungener Abend am Meer beginnt bei der Gastfamilie meist mit einem Dinner bei Hummer und Austern, begleitet von dem trockenen Muscadet, dem Wein der Bretagne. Familie Cornelius hat noch eines der typisch bretonischen Häuser. Es gibt hier auch noch "lits clos". Das sind kuschelige Betten, eingelassen in die Wand mit Gardinen davor. Darin lässt's sich gut träumen, vielleicht vom Hummer, aber bestimmt von den versteckten Schönheiten der Insel, die man auf Wanderungen erkunden kann. Auf Bréhat geht man zu Fuss oder man bewegt sich mit dem Fahrrad fort. Die einzigen motorisierten Fortbewegungsmittel sind Traktoren, die nach und nach die Pferdefuhrwerke ablösen.

 

Le Bréhat in der Bretagne

 

Info: Das typische Haus auf der Insel Brèhat bieten Agathe und Jean-Nicolas Cornelius, Tel.: 0033 - (0) 296 951392 (frühzeitig nachfragen)

 

Letzte Änderung: 22.05.2003
Medien (diese Seite): hdln
Autor: hdln

Drucken