Bevölkerung und Kultur Südafrikas
Ein farbenreiches Mosaik
Das bunte Völkergemisch setzt sich aus Schwarzen, Weißen, Farbigen und Asiaten zusammen. Kleine Gruppen der eigentlichen Ureinwohner des südlichen Afrikas, der San (Buschmänner) und Khoikhois (Hottentotten), leben, von der „Zivilisation“ zurückgedrängt, in meist unwegsamen Gegenden der Northern Cape Provinz, der Kalahari und ín Namibia. Ihre Sprache, bestehend aus Klick-, Krächz- und Schnalzlauten ist zweifellos auf die über Jahrtausende hinweg bestehende relative Isolation, in der sie lebten, zurückzuführen.
Die grösste Anzahl der in Südafrika lebenden Asiaten, etwa 3% der Gesamtbevölkerung, sind indischer Abstammung. Sie wurden seit 1860 zunächst als Vertragsarbeiter auf den Zuckerrohrfeldern von britischen Kolonisten angeworben. Eine Zuwanderungswelle um die Jahrhundertwende brachte vor allem indische Kaufleute nach Südafrika. Deren Nachfahren leben heute vor allem im Grossraum Durban als Händler. Die meisten von ihnen sprechen Englisch, wobei ihre Muttersprachen Hindi, Tamil, Urdu und Gudjarati auch weiterhin lebendig sind.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts herrscht Glaubensfreiheit im Land, es gibt keine südafrikanische Staatskirche. Christen, Hindus, Muslims, Juden und andere Glaubensgemeinschaften leben ihre Religion aus und sind mit ihren durchaus sehenswerten Kirchen, Tempeln, Moscheen und Synagogen vertreten. Es gibt keine Kirchensteuern, dadurch müssen sich die einzelnen Gemeinden vorwiegend aus den Beiträgen und Spenden der Mitglieder finanzieren. Veranstaltungen der einzelnen Gruppen wie zum Beispiel Taufen im Ozean, Feuerläufer, farbenprächtige Hochzeiten im Park oder am Strand bringen den Betrachter immer wieder zum Staunen. Ebenso werden Touren und Führungen durch Klöster, Tempel und Moscheen angeboten.
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