Bermuda - Blühende Insel
Hochzeit im Paradies
Nirgendwo weltweit wird öfter geheiratet als auf der kleinen Atlantik-Insel. Im Jahr 2001 kamen auf 1.000 Einwohner sage und schreibe 16 Hochzeiten.
Die nötigen Unterlagen sind schnell ausgefüllt: Einfach das Formular "Notice of Intended Marriage" an die zuständige Behörde schicken und die Gebühr von 176 US-Dollar überweisen. 15 Tage nach Ankunft der Unterlagen kommt dann die Heiratserlaubnis. Sie ist drei Monate gültig. Gefeiert wird das junge Glück typisch "british". Ein lautstark hupender Wagen-Konvoi zieht durch die Strassen, die Motorhauben kunstvoll mit Bändchen verziert. Neuerdings bevorzugen die Bermudianer allerdings ein altmodischeres Gefährt: Die Pferdekutsche. Das steigert den Romantik-Faktor ungemein. Wer will, kann natürlich auch ohne Hochzeit eine Kutschfahrt durch die schöne Gegend machen. Vielleicht lässt sich so das Herz der Angebeteten gewinnen.
Nach der Hochzeitszeremonie geht es im Ein- oder Mehrspänner zum Empfang. Vorne weg fahren die Brautleute. Traditionell folgen die Eltern der Braut, dann die des Bräutigams. Kutsche Nummer Drei ist für die Brautjungfern reserviert.
Doch schon beim Hochzeitsessen gehen das Paar wieder getrennte Wege. Die Hochzeitstorten auf Bermuda sind kulinarische Kunstwerke, aber es gibt jeweils eine für Braut und Bräutigam. Beides sind dunkle, in viel Alkohol getränkte Früchtekuchen - süsse Sünden mit Marzipan und Blattsilber überzogen. Der Brautkuchen ist mehrstöckig, das Zuckerwerk des Bräutigams dagegen nicht. Auf den Kuchen findet sich ein junger Zederholz-Trieb. Er wird von dem Ehepaar an einer geheimen Stelle gepflanzt und symbolisiert das wachsende Glück. Auf Bermuda kein Problem.
Urlaub wie Sie ihn planen