Pralinen aus Brügge
Paradies für Naschkatzen
Sie zergehen auf der Zunge, machen Appetit auf mehr und zeigen Belgien von seiner Schokoladenseite - Pralinen aus Brügge. Die Confiserie der Stadt genießt einen exzellenten Ruf bei Connaiseurs in aller Welt.
Doch diese verführerischen Leckerbissen sind nicht der einzige Grund, weswegen ein Besuch der westflandrischen Metropole zum Hochgenuss wird. Immerhin konkurriert Brügge mit Amsterdam um den Titel "Venedig des Nordens": Malerische Kanäle, enge Gassen, dazu Kirchen und Patrizierwohnungen, liebevoll restaurierte Fassaden und Museen voller Kunstschätze lassen die reiche Vergangenheit der "Perle des Mittelalters" immer wieder aufs Neue erwachen.
Der Name August Verheecke steht in Belgien für Schokogenuss bester Qualität. Mit einer breiten Palette an edlen Pralinen ist sein Unternehmen Synonym für süße Sünden, die sich lohnen. 1919 ließ sich der Süßwarenhersteller in einem Randbezirke von Brügge nieder. Verheeckes Unternehmen blieb ein Familienbetrieb, der unter dem Markennamen Kathys in ganz Europa Schokoprodukte von feinster Qualität verkauft. Von der einstmals traditionellen Handarbeit ist allerdings nichts geblieben. An sieben Produktionsstrassen stellen bei Kathys heute 115 Mitarbeiter mit Hilfe leistungsfähiger Maschinen rund 100 verschiedene Pralinensorten her. Wenigstens die Holzkisten oder Geschenkkörbe erinnern an die Tradition.
Der Schokofabrikgründer hat sich den Standort für seine Produktion genau ausgesucht. Denn Brügge ist seit dem 15. Jahrhundert eine der wichtigsten Drehscheiben des internationalen Handels zwischen Nord- und Südeuropa. Von hier aus konnte Verheecke sein Schokoladenimperium aufbauen, ohne an logistische Grenzen zu stoßen. Gelegen kam dem Industriellen dabei, dass Brügge nur 20 Kilometer vom Ärmelkanal entfernt liegt.
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