Wellness: Naturgeschenk Aloe Vera
Die Wüstenpflanze zu Recht als kleine "Hausapotheke"
Aloe Vera ist in aller Munde, spätestens seit sie als Wirkstoff im Aloe-Jogurt auftaucht. Auch wenn sich auf Grund des geringen Anteils in der Milchspeise keine gesundheitsfördernde Wirkung nachweisen lässt, gilt die Wüstenpflanze zu Recht als kleine "Hausapotheke".
Der Wirkstoff-Cocktail
Aloe Vera kommt zumeist als Aloe Vera Gel zum Einsatz, dass aus dem Innern des Blattes stammt. Dieses Gel besteht zwar zu 95 Prozent aus Wasser, die restlichen 5 Prozent aber haben es in sich: Modernste technologische Untersuchungsmethoden haben mittlerweile über 400 Inhaltsstoffe nachgewiesen, darunter so wertvolle Bestandteile wie Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine, Kohlenhydrate, Fett- und Aminosäuren.
Schutz und Regeneration
Dermatologen konnten nachweisen, dass Kräutercremes und Pflanzentinkturen kranke Haut wirklich heilen können. Besonders wirksam ist die Kombination mit Honig und Ringelblume. Bei Wunden wirkt sie antibakteriell, zudem reduziert sie Juckreiz, Schwellungen und Schmerzen. Nach Verbrennungen und Erfrierungen unterstützt die Wunderpflanze die Regeneration von Haut und Gewebe. Die natürlichen Bestandteile und pflanzlichen Öle stärken grundsätzlich die Widerstandskraft der Zellmembranen - auch bei gesunder Haut. Aloe schützt somit vor schädlichen Umwelteinflüssen.
Balsam für die Haut
Die Wirkstoffe dringen tief ein, reinigen und straffen die Haut und verbessern die Durchblutung. Die Hautzellen können sich dadurch besser regenerieren, der Teint wirkt frischer. Aloe Vera ist dabei nachweislich drei bis vier Mal schneller und effizienter als Wasser. Hersteller von Pflegeprodukten und große Kosmetikkonzerne verwenden die Wüstenlilie demzufolge hauptsächlich für feuchtigkeitsspendende und verjüngende Produkte. Allerdings zeigt nur eine der etwa 300 Aloe-Arten diese herausragenden Qualitäten: Aloe Vera Barbadensis Miller - der Grundstoff der Kosmetikindustrie. Masken und Body Lotions, After-Sun Gel und Make-Up-Entferner - selbst Anti-Spliss Haarkuren kommen ohne das pflanzliche Multi-Talent nicht mehr aus.
Was für die Haut gut ist, bekommt auch dem ganzen Körper: Aloe Vera dient auch als Nahrungsergänzung. Vitamin A, C und E, Kalzium, Magnesium und Zink - ein Glas Aloe-Saft ist eine Wellnesskur von innen. Aber damit nicht genug, hilft Aloe auch bei schweren Erkrankungen, nach Darstellung amerikanischer Wissenschaftler sogar bei Arthritis. Zudem soll das Pflanzenextrakt den Blutzuckerspiegel bei Diabeteskranken reduzieren. Japanische Studien belegten außerdem, dass sogar die Körperabwehr bei Krebserkrankungen durch den kaktusähnliche Alleskönner stimuliert werde.
Gut für Magen und Darm
Schon die Ägypter setzten das Aloe-Blatt wirksam bei Verstopfung ein. Der Saft der Pflanze hat eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den Magen- und Darmtrakt. Er regt den Verdauungsprozess an und reguliert den natürlichen pH-Wert im Verdauungssystem. Das könnte auch die heilende Wirkung bei der Behandlung von Geschwüren erklären. Darüber hinaus beruhigt der Saft das innere Gewebe im Darmtrakt, indem er dort eine Art Schleimhaut erzeugt. Sie bleibt mehr als zwei Tage lang intakt und schützt und verstärkt während dieser Zeit die körpereigene Darmschleimhaut.
Worauf es ankommt
Grundsätzlich sind Aloe-Produkte in flüssiger oder fester Form erhältlich, als Bestandteil von Kosmetikprodukten oder als Nahrungsergänzungsmittel. Aber nicht alle Produkte halten, was sie versprechen: Wichtig ist vor allem die Verarbeitungsweise. Denn nur bei kalter und schonender Verarbeitung sind die gesundheitsfördernden Wirkstoffe noch enthalten. Aber auch der Anteil der Aloe ist entscheidend. Taucht die Wüstenpflanze auf der Liste der Inhaltsstoffe erst ganz am Ende auf, ist nur wenig Aloe Vera enthalten und man kann sich die Anschaffung sparen.
Urlaub wie Sie ihn planen