15.07.2004

Camel-Team in Bankok

Let´s go to "Bed in Bankok"

Camel-Team im Club "Bed", Bankok
Wenn man in Bangkok ins "Bed" gehen möchte, ist das genaue Gegenteil von müde gemeint. Das "Bed" in Bangkok ist im Moment die wichtigste Adresse in der nimmermüden Thai-Metropole. Also Buktus, rein ins Taxi, raus die Nacht zu unseren Füßen legen! Der goldene Buddha auf dem Armaturenbrett entläßt uns mit einem zufriedenen Lächeln, als wir vor einem riesigen, überdimensionalen Ei aussteigen. Aus dem Ei strömen warme Lichter und Missy Elliott singt uns das erste Ständchen. Sieht schwer nach Weltall aus, und als wir das Ei von innen sehen, sind wir uns sicher:

Dieser Club ist ein perfekter Ort für die nächtliche Raumpatrouille "Buktu". Wir entscheiden uns für die linke Tür, hinter der sich das Restaurant befindet. Wir tauchen in eine zweistöckige Future-Welt in weiß. Statt Esstischen reicht das "Bed" seinen Gästen große Matratzen und Kissen. Das Konzept dahinter basiert auf einer alten, thailändischen Tradition. Diese besagt, dass sich die alten Dorf-Thais schon immer gerne den Tisch geteilt haben, um dann gemeinsam auf großen Matratzen zu loungen. Ist gemütlicher und erleichtert die Kommunikation (für Schüchterne stehen zwei Not-Esstische bereit).

 
Club "Bed" in Bankok
Die Weltraumküche entpuppt sich als eine Mischung aus mediterranen und asiatischen Gerichten, Buktu empfiehlt vor allem den Genuss von limonengrasglasierten Porkrips mit Tomatenchutney, die es hier für vier Euro zu haben gibt. Die Buktu-Empfehlung für das Dessert lautet: Tür gegenüber. Denn hier befinden sich die zwei Tanzetagen. Panton (Designer) könnte hier seine Finger im Spiel gehabt haben, und das viele Weiß ist wahrscheinlich eine Art Winterschneeersatz, den die Thais ja nie zu sehen bekommen. Die 250 Plätze, die der Tanzteil des "Diskoeis" bietet, sind die ganze Woche meist belegt, die DJs wechseln täglich, das Set also ein tägliches Überraschungsei.

 

"Mist, die Elektroluftgitarre bleibt heute stumm", seufzt Silke, als sie von der Clubbesitzerin erfährt, dass donnerstags eigentlich Punkrock-Elektro-Tag ist. Doch der japanische R&B DJ entpuppt sich als fairer Ersatz, und die frisch massierten Füße auf thailändischem Discoweltallboden sind schnell heiß getanzt. Dem Cocktailmixer verleihen wir am Ende des Abends einen Buktu-Orden und schon ist es halb zwei. Wir beamen uns ins heimische Buktubett und empfehlen Euch alsbald mal im Bed in Bangkok zu landen.

 

Camel-Team im Club "Bed", Bankok

 

Und nicht vergessen: Gäste müssen über 20 Jahre alt sind, und Eintritt gibt es für jeden Clubinteressenten nur mit Personalausweis. Eintritt beinhaltet zwei Getränke und kostet umgerechnet zehn Euro;
Adresse: 26 Sukhumvit Soi 11, In Bangkok, Internet:  www.bedsupperclub.com

 

Und danach geht´s doch noch ins "Hotel-Bed" - der absolute Geheimtipp...

 

"Keine Sextouristen erwünscht!", steht an der dreckigen Fassade auf einem kleinen Schild. Wir öffnen wenig erwartend die Schwingtüren des Hotel "Atlantas": Silkes Geheimtipp. Aus den alten Boxen ertönt knisternd Louis Armstrong, die Teak-Ventilatoren surren im Takt der 50er Jahre, seitdem auch an diesem Kleinod nichts mehr verändert wurde. Die Telefonanlage wird noch von freundlichen Händen persönlich umgestöpselt und die roten, gemütlichen Ledersessel der charmanten kleinen Lobby waren nicht umsonst die geeignete Location für das eine oder andere Wallpapershooting.

 

Die Zeit scheint stehen geblieben und wir erwarten, dass Miss Marpel, einen Mordfall in Zimmer 9A lösend, jeden Moment um die Ecke tippelt. Nach einem Begrüßungs-Ananas-Shake, der den letzten Staub der wilden Stadt aus den Kehlen spühlt, erkunden wir den zauberhaft verwunschenen, tropischen Garten, der im Herzen den ersten Pool Bangkoks trägt; umringt von verführerisch duftenden Tempelbäumen, die ihren Schatz nicht jedem Preis zu geben scheinen. Sofort lieben wir diese kleine Oase der Stille inmitten Bangkoks: mit seinem "Wrighters Room", der excellenten Küche und dem rund-um-die-Uhr-lächelnden Personal.
An jedem der kleinen Tischchen des Restaurants steht eine, immer frische Rose und die Speisekarte verrät mehr über Thailand als die ausleihbaren Thailandreiseführer an der Wand hinter uns. Die Buktus empfehlen Euch sehr, einmal den unvergleichlichen, britischen Flair, den man sonst wahrscheinlich nur noch im Orientexpress findet, in Bangkok zu genießen.

 

Die Internet-Adresse war nicht zu finden, die Adresse lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor - so bleibt`s ein Geheimtipp...

 

Letzte Änderung: 15.07.2004
Medien (diese Seite): ctbk
Autor: ctbk

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