04.03.2004
Ronda und die weissen Städte
Ursprüngliches Andalusien
Verlässt man bei Marbella die Küstenstrasse und fährt nur ein paar Kilometer ins Landesinnere hinein, so entdeckt man das ursprüngliche Andalusien. Gewundene Strassen führen an einer teilweise kargen Landschaft vorbei zu zahllosen kleinen, von Olivenhainen umgebenden, Ortschaften - den für Andalusien typischen Weißen Dörfern. Wie Schwalbennester schmiegen sich die weiß getünchten Häuser an die Berghänge. Zu den bekanntesten und interessantesten Dörfern zählen Mijas und Casares. Schon zu Zeiten der Mauren und der Römer siedelten hier Menschen, die das Bild der Orte stark beeinflusst haben. Auf diese Zeit geht auch der Ort Ronda zurück. Hoch über dem silberblauen Band des Rio Guadalevin hängen die Häuser direkt an einem fast senkrechten Abgrund. Eine 150 Meter tiefe Schlucht, die Tajo-Schlucht teilt die Stadt in zwei Teile. So, als hätte eine gigantische Axt das Hochplateau gespalten.
Auf der einen Seite der Schlucht befindet sich die arabische Altstadt La Ciudad und auf der anderen Seite der neuere Stadtteil El Mercadillo, der nach der christlichen Eroberung 1485 errichtet wurde. Drei Brücken verbinden die beiden Hälften der Stadt; die arabische Brücke, die die Schlucht an der flachsten Stelle überquert, die Puente Viejo, die in mittlerer Höhe erbaut wurde und die Puente Nuevo, die seit 1795 ein Überqueren an der höchsten Stelle ermöglicht. Sehenswert sind vor allen Dingen die Kirche Santa Maria Mayor, die älteste Stierkampf-Arena Spaniens und die arabischen Bäder.
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