12.03.2004

Farbenfrohes Hinterland

Weiße Dörfer und grüne Berge

Pueblos Blankos in Andalusien
Eigentlich gibt es die "pueblos blancos" nicht nur hier, im Dreieck zwischen Jerez de la Frontera, Gibraltar und Marbella, sondern auch in anderen Gegenden Andalusiens. Aber nirgendwo sonst hat sich diese "ruta por los pueblos blancos" zu einer begehrten Touristenattraktion entwickelt wie hier im Südwesten Andalusiens. Einen offiziellen Start- und Zielort gibt es nicht und so beginnt man seine Fahrt an dem Ort, der dem eigenen Urlaubsort am nächsten liegt. (Eine Karte mit entsprechender Route ist übrigens in jeder Touristeninformation erhältlich.) Die Route geht über kurvige Bergstrassen, vorbei an weissen Orten, die die steil von der Küste aufsteigenden Berge krönen und einen herrlichen Kontrast zu den sonst meist grünen Berghängen bilden.

 

In einigen dieser Ortschaften scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: vor dem Haus sitzen schwarzgekleidete Señoras, völlig vertieft in ihre Häkelarbeiten, und die Señores treffen sich auch einen Sherry einer der winzigen Bars. Doch so beschaulich geht es nicht überall zu. Manche dieser Orte sind längst keine Dörfer mehr und bereits zu aktiven landwirtschaftlich geprägten kleinen Städten herangewachsen.

 

Doch die Weissen Dörfer bleiben ein Genuss für sich. Man scheint sich nicht sattsehen zu können an den unentwegt bergauf und bergab führenden engen Gassen, den blumengeschmückten Balkonen mit schmiedeeisernen Gittern und den mit Azulejos bunt gekachelten Eingangsportalen der, nach maurischer Tradition weissgetünschten Häusern. Terrassenförmig um die grossen Berghänge angelegt, schmiegen sie sich perfekt in die sich fortwährend ändernde Landschaft und hinterlassen ein farbenfrohes Zusammenspiel von Natur und traditionellem spanischem Leben.

 

Südwesten Andalusiens
 

Letzte Änderung: 12.03.2004
Medien (diese Seite): sage
Autor: sage

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