12.05.2003

Am südlichen Ufer des Gambia River

Reiseziele in Gambia Teil 1

Banjul - Arch 22 Triumphbogen
Es ist das kleinste Land Afrikas - ein Sonnenparadies mit vielen, schönen Stränden und noch einigem mehr: Gambia. Eine interessante Reiseroute verläuft entlang des Südufers am Gambia River. Touren entlang des Gambia River können bereits von Deutschland aus gebucht werden. Ebenso können in Gambia Autos - für diesen Weg wären Jeeps sehr empfehlenswert - ausgeliehen werden.

 

Der Startpunkt dieser Reise ist Banjul, die Hauptstadt Gambias. Bevor die Reise bis zum anderen Ende von Gambia losgeht, bietet sich noch ein kleiner Abstecher zum farbenfrohen Albert Market an, um dort Proviant und frisches Obst für unterwegs zu kaufen. Über den Banjul-Serekunda-Highway gehts entlang, bis sich Banjul mit seinem Arch 22, dem Triumphbogen und historischen Monument des Landes, verabschiedet. Hinter Serekunda geht es vorbei an vielen Orten, vorbei am modernen Airport, bis man schliesslich am Oystercreek, einem Nebenarm des Gambia River, das beliebte Ausflugsziel 'Lamin Lodge' erreicht. Vom Namensgeber und nahegelegenen Ort Lamin liegt die Lodge knapp zwei Kilometer entfernt und befindet sich inmitten im Mangrovenwald und Naturschutzgebiet Tanbi Wetland Complex. 

 

Die Lodge ist in verwinkelter Bauweise über drei Etagen direkt im Mangrovenwald erbaut. In Pfahlbauweise steht sie direkt im Brackwasser und ist über Pirogen (einfaches Einbaum-Boot) oder von Land aus über einem Steg zu erreichen. Touristen sowie Einheimische kommen gerne hierher, um mehr über das Ökosystem Mangrovenwald im Tanbi Wetland Complex zu erfahren und die zahlreichen Sumpf- und Wasservögel zu beobachten. Von der Lodge aus können  Bootsausflüge mit Pirogen unternommen werden. Im Fokus der angebotenen Speisen des renommierten Restaurants unter deutscher Leitung sind Fische und Garnelen. 

 

Tendaba Camp

Die Süduferstrasse wird mehr und mehr durch eine von Palmenhainen geprägte Savannenlandschaft bestimmt. Die Piste führt u.a. durch das Dorf Faraba Banta, durch seine dort hergestellten Töpferwaren bekannt. Weiter geht es nach Berefet, wo noch Ruinen eines britischen Handelsstützpunktes sichtbar sind. Schliesslich wird Kwinella erreicht. Dort geht eine fünf kilometer lange Strasse nach Tendaba ab. Tendaba war im 19. Jahrhundert eine wichtige Etappenstation für den von den Kolonialmächten monopolisierten Flusshandel. Ausserdem befindet sich in Tendaba das landesweit bekannte, bereits in den 70er Jahren errichtete, Tendaba Camp. Die im afrikanischen Stil erbauten Rundhütten vermitteln einen romantischen Eindruck. Abtauchen in die Natur und am Abend in den Folklore-Tänzen der Einheimischen ist hier möglich. Auf einer Bootsfahrt in die Seitenarme des Flusses lassen sich mit ein wenig Glück Krokodile beobachten.

 

Bevor man Georgetown erreicht, nahe des Dorfes Sapu, empfhiehlt es sich, auf einem besonderen Markt anzuhalten. Auf dem sogenannten "loumo" wird nicht mit der sonst üblichen Währung "Dalasi" bezahlt, stattdessen heisst das Geschäft "Ware gegen Ware". In Yoro Beri Kunda kann die Süduferstrasse nach links verlassen werden und per Fähre erfolgt die Übersetzung nach MacCarthy Island. MacCarthy Island ist ein Verwaltungsgebiet, von dem Georgetown die Distrikthauptstadt ist. Während der Kolonialzeit befand sich hier der wichtigste britische Aussenposten im Landesinnern. 1823 hatte der britische Kapitän Alexander Grant die strategisch günstige Insel erworben. Besonders sehenswert sind die Kolonialbauten aus dem 19. Jh., das örtliche Postamt mit seinem spitzbogengeschmücktem Eingang, die Methodistenkirche und das Gefängnisgebäude. Letzteres wurde von den Engländern als Sträflingskolonie auf der Insel geplant.

 

Krokodil

 

Ganz in der Nähe von Georgetown liegt Wassu, wo sich eines der grössten Rätsel Afrikas befindet: die megalithischen Steinkreise. Am besten nähert man sich dieser Kultstätte mit einem einheimischen Führer. Wer weiss schon so genau, was die mehrere Tonnen schweren, mannshohen Steine wirklich zu verbergen haben? Letztlich kann die Süduferstrasse weiter bis Basse Santa Su gefahren werden. Dieser Ort ist Marktzentrum und Verkehrsknotenpunkt nach Senegal oder zur Norduferstrasse.

 

Letzte Änderung: 12.05.2003
Medien (diese Seite): somr
Autor: somr

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